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Das Jahr 2009 neigt sich langsam dem
Ende entgegen – auch für die Spieler und Verantwortliche des FSV
Blau-Weiß Milkel. Auf der Weihnachtsfeier des Clubs im Gasthof „Drei
Linden“ in Uhyst, hatten wir die Gelegenheit, mit Sportmanager
Robert Noack ein ereignisreiches Jahr Revue passieren zu lassen.
Herr Noack, das Jahr 2009 neigt sich
dem Ende entgegen. Welches persönliche Fazit ziehen Sie für den FSV
Blau-Weiß Milkel
Ich bin mit dem Abschneiden des Jahres
2009 sehr zufrieden. Wir haben uns nicht nur sportlich
weiterentwickelt, sondern auch im Verein. Insbesondere was die
Strukturen angeht, haben wir uns enorm gesteigert und somit den
Grundstein für eine kontinuierliche und sehr gute Vereinsarbeit
gelegt.
Durch das neue Trainergespann,
[Schuster (Trainer), Wichtery (Co-Trainer), Zuschke (TW-Trainer) und
Bartko (Mannschaftsleiter)] welches wir im Sommer 2009
zusammenstellten, erhofften wir uns neue Impulse für die Mannschaft.
Gerade am Anfang dieses Jahres hatten
wir enorme Schwierigkeiten, da die geringe Trainingsbeteiligung, die
Arbeit der Trainer stark eingeschränkt hat.
Wir mussten uns etwas einfallen
lassen, um die Trainingsquantität sowie -qualität zu steigern.
Zusammen mit den Vereinsverantwortlichen entwickelten wir daher ein
Konzept, welches auf drei Säulen basiert ( Trainingsbedingungen,
Trainingsbeteiligung und Trainingsinhalte). Wir wollen in diesen
drei Bereichen kontinuierlich unsere Qualität verbessern und haben
nun auch die Möglichkeit einfach zu überprüfen, wo unsere Stärken-,
aber auch Schwächen liegen.
Durch das 4-Köpfige Trainerteam können
wir ein breites und sehr niveauvolles Training anbieten. Bedenkt
man, dass unser bisherige Coach Thomas Socke uns nun tatkräftig im
Vorstand unterstütz, bin ich insgesamt sehr froh, diesen Schritt im
Sommer gemacht zu haben, der uns wie bereits gesagt, auf sportlichem
Gebiet wie auch auf Gesamtvereinsebene neue Impulse brachte.
Nun ist der sportliche Erfolg sicher
nicht wegzudiskutieren, was ein Blick auf die aktuelle
Kreisligatabelle verrät. Man sollte jedoch bedenken, dass dieser
Erfolg auf einem wackligen Gerüst basiert, nämlich auf einem sehr
dünnen Spielerkader. Der FSV blieb bisher von größeren Verletzungen
verschont, musste aber auch immer wieder auf Spieler zurückgreifen,
die gar nicht mehr für den aktuellen Kader vorgesehen waren. Muss
man daher befürchten, dass die Mannschaft aufgrund dieser dünnen
Spielerdecke in der Rückrunde einbricht und wie kann der Verein dort
mittelfristig entgegenwirken?
Richtig, an Hand der Tabelle kann man
sehen, dass wir uns sportlich weiterentwickelt haben. Dies hängt
auch damit zusammen, dass wir bereits seit gut einem Jahr im
taktischen sowie im spielerischen Bereich einige Dinge geändert
haben, die nun Früchte tragen.Und in der Tat bin ich sehr froh, dass
wir mit unserem dünnen Kader so gut über die Hinrunde gekommen sind
und nur eine längere Verletzung hinnehmen mussten.
In Sachen der Kadererweiterung werden
momentan noch Gespräche geführt und ich hoffe, dass ich zu Beginn
der Rückrunde den einen oder anderen Neuzugang vorstellen kann.
Zurzeit haben wir einen Kader (I. Männer) von gerade einmal 17 Mann
und das ist einfach zu wenig, um über eine Saison zu kommen. Öfter
mussten wir auf unsere II. Mannschaft zurückgreifen und haben sie
dadurch natürlich geschwächt. Dies sieht man auch in der Tabelle,
diese spiegelt nicht das wirkliche Potential unserer II. Mannschaft.
Im Frühjahr werden wir unsere
Sportanlage ausbauen und somit die Bedingungen für unsere Spieler
verbessern.
Herr Noack, abschließend sei die Frage
nach Ihrer persönlichen Situation erlaubt. Sie sind mittlerweile
seit acht Jahren beim FSV als Spieler wie auch im Vorstand tätig und
hatten zwischendurch immer mal wieder einige Anfragen von anderen
Vereinen. Werden Sie dem Verein weiterhin treu bleiben und was sind
Aufgaben, die in Zukunft zu meistern sind?
Wie sie ja schon sagten, begleite ich
den Verein nunmehr seit acht Jahren. Ich kann daher behaupten, dass
ich sehr viele schöne Momente erlebt habe, als Spieler wie auch als
Vorstandsmitglied.
Es gab natürlich nicht nur
Sonnenschein, nein einige Schicksalsschläge musste ich auch
hinnehmen wie z.B. 2005, als man als Staffel Sieger wurde, jedoch
wegen fehlender Jugendteams nicht aufsteigen durfte. Dies als junger
Spieler zu verstehen und zu verarbeiten war nicht ganz einfach. Doch
ein Jahr später war es dann soweit. – wir haben unser langfristig
gesetztes Ziel – die Kreisliga, erreicht.
Neben der Arbeit im Vorstand spiele
ich zum beruflichen Ausgleich in unserer II. Mannschaft, was mir
sehr viel Freude bereitet und ich bereue keine Sekunde für den
Verein einzustehen.
Mit Stolz blicke ich auf die
vergangenen Jahre zurück und staune immer wieder, was man doch alles
erreicht und geschaffen hat. Mit der neuen Kreisreform erwarten uns
schwere aber auch interessante Aufgaben die wir mit Sicherheit auch
meistern werden.
Zudem wollen wir uns im Umfeld als
auch in der Kaufmännischen Richtung weiter verändern, um in geraumer
Zukunft ein starker Vertreter des Kreises Bautzen zu sein.
Ich hoffe und wünsche mir dass die
Mannschaft weiter so zur Stange hält, gesund bleibt und sich durch
Ihr starkes Kollektiv weiter so entwickelt, wie bisher.
An dieser Stelle möchte ich mich bei
allen Funktionären, Vorstandsmitgliedern, Trainern, Spielern sowie
Sponsoren bedanken, die mich in den vergangenen Jahren so großartig
unterstützt haben. Einen ganz besonderen Dank möchte ich meiner
Freundin widmen, die seit Jahren das Verständnis für den Fußball
aufbringt.
Zum Abschluss möchte ich die
Gelegenheit nutzen, allen Vereinsmitgliedern, Funktionären und
Sponsoren ein fröhliches, besinnliches Weihnachtsfest, sowie einen
guten Rutsch ins neue Jahr 2010 zu wünschen.
Vor allem wünsche ich Euch Gesundheit,
Glück und Erfolg!
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